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Padel Griff: Der Continental Grip einfach erklärt
Der Padel Griff ist die wichtigste Grundlage im Padel. Mit dem Continental Grip spielst du Vorhand, Rückhand, Volley und Aufschlag, ohne jemals umzugreifen. Deshalb lohnt es sich, den Padel Griff von Anfang an richtig zu lernen. Dadurch entwickelst du schneller Kontrolle und vermeidest schlechte Gewohnheiten.
„Der Continental Grip ist wie ein Universalschlüssel. Mit ihm öffnest du im Padel fast jede Tür. Vorhand, Rückhand, Volley, Aufschlag: Ein Griff für alles."
Was ist der richtige Padel Griff?
Der Continental Grip wird auch Hammergriff genannt. Dabei ist er die Standardgriffhaltung im Padel. Anders als im Tennis, wo du je nach Schlag zwischen mehreren Griffen wechselst, reicht beim Padel dieser eine Griff für nahezu alle Situationen.
Der Name kommt daher, dass du den Schläger hältst wie einen Hammer. Die Hand greift von oben, das V zwischen Daumen und Zeigefinger liegt auf der oberen Kante des Griffs. Das Ergebnis ist eine neutrale, stabile Schlägerposition. Genau das ist ideal für die schnellen Reaktionen, die Padel verlangt.
Im Vergleich zu Tennis-Griffen wie dem Eastern oder Semi-Western hält dein Handgelenk beim Continental Grip automatisch stabiler. Das ist entscheidend, denn Padel-Bälle prallen oft unvorhersehbar von den Glaswänden ab. Dadurch hast du keine Zeit, den Griff zu wechseln.
Schritt für Schritt zum richtigen Padel Griff
Der Continental Grip ist schnell gelernt. Trotzdem solltest du jeden Schritt bewusst ausführen. Denn kleine Fehler in der Griffhaltung wirken sich auf jeden einzelnen Schlag aus. Mehr zu den Grundschlägen findest du in unserem Beitrag zum Padel spielen lernen.
1
Schläger senkrecht vor dich halten
Halte den Schläger mit der Nicht-Schlaghand auf Hüfthöhe vor dir. Die Schlagfläche zeigt nach vorne, die Kante zeigt nach oben. Der Schläger steht dabei senkrecht wie ein Messer.
2
Von oben auf den Griff greifen
Greife mit der Schlaghand von oben auf den Griff. Genau so, wie du einen Hammer anfassen würdest. Das V zwischen Daumen und Zeigefinger liegt dabei auf der oberen Griffkante in der 12-Uhr-Position.
3
Finger natürlich um den Griff legen
Die Finger schließen sich locker um den Griff. Kein Krampf und kein Pressen. Der Schläger soll sicher, aber entspannt liegen. Der kleine Finger liegt am unteren Ende des Griffs. Der Zeigefinger ist leicht abgespreizt, aber nicht ausgestreckt.
4
Daumen-Position prüfen
Der Daumen liegt entspannt an der Seite des Griffs. Nicht verkrampft umschlossen und nicht weit abgespreizt. Er gibt dem Padel Griff Stabilität ohne Spannung.
5
Kontrolle der Schlagfläche
Wenn du in seitlicher Stellung stehst und den Schläger vor dich hältst, sollte die Schlagfläche leicht nach oben geöffnet sein. Das ist richtig so. Denn beim Aufprall des Balls wird er dadurch automatisch leicht angehoben.
Warum ist der Padel Griff so wichtig?
Der Continental Grip ist im Padel aus vier Gründen unverzichtbar. Jeder einzelne macht dein Spiel besser. Zusammen ergeben sie eine solide Basis für alle weiteren Techniken.
Ein Griff für alles
Vorhand, Rückhand, Volley, Aufschlag, Lob. Du brauchst den Griff nie zu wechseln. Dadurch sparst du Zeit und reduzierst Fehler in schnellen Spielsituationen.
Schnellere Reaktion am Netz
Am Netz kommen Bälle in Millisekunden. Ein stabiler Padel Griff ohne Umgreifen gibt dir die nötige Reaktionszeit für präzise Volleys. Deshalb ist er besonders für die Doppel Taktik entscheidend.
Ideal für Wandbälle
Bälle von der Glaswand kommen oft in unangenehmen Winkeln. Der Continental Grip hält die Schlagfläche neutral. Dadurch kannst du reagieren, egal aus welchem Winkel der Ball kommt.
Perfekt für den Slice
Der Slice ist einer der wichtigsten Schläge im Padel. Der Continental Grip gibt dir dabei automatisch die richtige Schlägerstellung für flachen Unterschnitt.
Die vier häufigsten Fehler beim Padel Griff
Viele Anfänger machen beim Padel Griff dieselben Fehler. Die folgenden vier Probleme sehen wir besonders häufig. Dabei lassen sie sich alle leicht korrigieren. Weitere typische Anfängerfehler erklären wir in unserem separaten Beitrag.
Fehler 1
Tennisgriff verwenden
Wer aus dem Tennis kommt, greift instinktiv mit dem Eastern-Griff. Das funktioniert zwar für die Vorhand. Allerdings macht es Rückhand und Volleys viel schwieriger. Deshalb solltest du von Anfang an bewusst den Continental Grip einüben.
Fehler 2
Zu tief oder zu hoch greifen
Zu tief greifen bedeutet, dass der kleine Finger unter dem Griff hängt. Zu hoch greifen bedeutet, dass der Griff unten herausragt. Richtig ist: Der Handballen liegt am unteren Ende des Griffs. Alle Finger umschließen den Griff dabei vollständig.
Fehler 3
Zu fest zudrücken
Ein verkrampfter Griff blockiert das Handgelenk und macht Schläge ungenau. Der Padel Griff soll fest genug sein, dass der Schläger nicht wegfliegt. Aber gleichzeitig locker genug für Gefühl und Kontrolle.
Fehler 4
Griff während des Punktes wechseln
Manche Anfänger wechseln den Griff für Vorhand und Rückhand. Das kostet allerdings Zeit und führt zu Fehlern. Der Continental Grip funktioniert für beide Seiten. Deshalb ist kein Wechsel nötig.
Tipps für den perfekten Padel Griff
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Verwende ein Overgrip. Denn ein frisches Overgrip-Band verhindert, dass der Schläger bei schweißigen Händen wegrutscht. Bei intensivem Spiel wechselst du es nach zwei bis drei Einheiten. Passende Overgrips findest du in unserem Shop.
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Passe die Griffdicke an. Manche Spieler legen mehrere Overgrips übereinander für mehr Volumen. Probiere aus, was sich für deine Handgröße am natürlichsten anfühlt.
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Lass den Griff zwischen den Punkten locker. Nur beim Schlag greifst du kurz fest zu. Dadurch schonst du Unterarm und Ellbogen. Mehr zum Thema Verletzungsprävention findest du in unserem Padel Aufwärmen Beitrag.
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Halte das Handgelenk stabil. Anders als im Tennis bleibt das Handgelenk beim Padel weitgehend fixiert. Kein Durchschwingen und kein Topspin-Versuch. Kontrolle kommt vom gestreckten Arm.
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Nutze Harzspray bei feuchten Händen. Ein Harztuch oder Harzspray hilft sofort. Kurz beim Seitenwechsel auftragen. Danach hält der Griff wieder sicher.
„Der häufigste Fehler bei Anfängern: Sie greifen wie beim Tennis. Im Padel ist das Handgelenk fixiert. Der Arm führt den Schlag, nicht das Handgelenk."
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