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Du stehst am Netz, der Ball kommt flach und schnell, und du hast einen Sekundenbruchteil. Holst du jetzt weit aus, ist der Punkt weg. Genau hier entscheidet der Padel Volley. Wer am Netz steht, gewinnt im Padel die meisten Ballwechsel, und der Volley, auf Spanisch Volea, ist der Schlag, mit dem du diese Position hältst. Er ist keine Frage der Kraft, sondern von Ruhe und Präzision. Ich zeige dir die Technik in vier Schritten, Vorhand, Rückhand und Block, die typischen Fehler und drei Übungen fürs nächste Training.
Ein Padel Volley ist ein Schlag aus der Luft, bevor der Ball den Boden berührt, meist 2 bis 3 Meter vor dem Netz. Gespielt wird er im Kontinentalgriff mit kurzer, blockender Bewegung: Schläger vor dem Körper, Schlägerkopf über dem Handgelenk, Treffpunkt vor dem Körper, leichter Unterschnitt und ein Schritt nach vorne. Volleys sind überall erlaubt, nur den Aufschlag darf der Rückschläger nicht volley nehmen.
Ein Volley ist jeder Schlag, den du spielst, bevor der Ball in deiner Hälfte aufspringt. Im Padel passiert das fast immer am Netz. Von dort nimmst du dem Gegner Zeit, spielst nach unten und zwingst ihn zu schwierigen Bällen. Der Volley ist dabei meist kein Punktschlag, sondern ein kontrollierter Zwischenschlag. Er hält den Gegner tief und in Bedrängnis, bis sich die Chance zum Abschluss ergibt.
Das ist der große Unterschied zum Tennis. Dort wird ein Volley oft direkt zum Winner. Im Padel kommt ein harter Ball über die Rückwand zurück ins Spiel. Platzierung schlägt deshalb Tempo. Der Volley gehört mit Vorhand, Rückhand und Lob zu den Grundschlägen, die du früh lernen solltest. Einen Überblick über alle Schläge gibt der Beitrag zu den Padel Schlägen.
Ja, der Volley ist im Padel erlaubt, und zwar überall auf dem Court. Es gibt keine Zone wie die Kitchen beim Pickleball. Drei Regeln musst du kennen:
Alle Details findest du in unseren Padel Regeln.
Der wichtigste Grundsatz: nicht ausholen. Der Volley ist eine kurze, blockende Bewegung. Die Kraft kommt aus einem kleinen Schritt nach vorne, nicht aus dem Arm. Gespielt wird im Kontinentalgriff, den du im Beitrag zum Padel Griff genau erklärt bekommst. So musst du zwischen Vorhand und Rückhand nicht umgreifen.
Leicht in den Knien, Gewicht auf den Fußballen, Schläger vor der Brust, Schlägerkopf etwa auf Höhe deines Kinns. Kurz bevor der Gegner trifft, machst du einen kleinen Split Step. So reagierst du in beide Richtungen.
Drehe die Schultern leicht ein und bringe den Schläger seitlich neben den Körper, nicht hinter ihn. Die Schlagfläche ist leicht geöffnet. Mehr Ausholen brauchst du nicht.
Triff den Ball vor dir, der Schlägerkopf bleibt über dem Handgelenk. Der Griff ist fest, das Handgelenk stabil. Ein leichter Schnitt von oben nach unten gibt dir Kontrolle und einen flachen Absprung.
Während du triffst, gehst du mit dem gegenüberliegenden Bein einen kleinen Schritt Richtung Ball. Der Schläger schwingt nur kurz in Richtung Ziel aus. Danach sofort zurück in die Bereitschaftsstellung.
Am Netz gewinnt nicht, wer am härtesten schlägt, sondern wer den Ball am ruhigsten zurückbringt.
Boris BrodbeckDer vom CourtBeide Volleys folgen denselben vier Schritten. Unterschiede gibt es bei der Schulterdrehung und beim Schritt. Viele Spieler empfinden die Rückhand am Netz als die stabilere Seite.
Drehe die Schulter leicht ein und triff den Ball seitlich vor dir. Als Rechtshänder machst du dabei einen kleinen Schritt mit dem linken Fuß nach vorne. Achte darauf, den Schlägerkopf über der Hand zu halten, damit der Ball kontrolliert nach unten geht. Der häufigste Fehler auf der Vorhand ist ein zu großer Schwung, weil sich die Bewegung nach einem Grundschlag anfühlt.
Die Rückhand ist für viele stabiler, weil die Bewegung kompakter ist. Stütze den Schläger in der Vorbereitung mit der freien Hand am Hals und blocke den Ball vor dem Körper. Als Rechtshänder gehst du mit dem rechten Fuß nach vorne. Die freie Hand löst sich erst kurz vor dem Treffpunkt und geht zum Ausbalancieren nach hinten. Genau diese kompakte Rückhand ist am Netz oft die verlässlichere Seite. Die Rückhand von der Grundlinie erklärt der Beitrag zur Rückhand im Padel.
Kommt der Ball über Netzhöhe, kannst du ihn nach unten spielen und Druck machen, am besten an die Füße oder in die Ecke. Kommt er tiefer, gehst du in die Knie, öffnest die Schlagfläche etwas mehr und spielst ihn ruhig und tief zurück. Ein tiefer Ball lässt sich nicht nach unten schlagen, also drück ihn nicht.
Gegen harte Bälle spielst du einen Block-Volley: keine Ausholbewegung, Schläger fest vor den Körper, Ball abprallen lassen. Das Tempo des Gegners reicht für einen tiefen Ball. Bälle direkt auf den Körper nimmst du meist mit der Rückhand, weil sie sich vor der Brust schneller schließen lässt.
| Volley-Art | Situation | Bewegung | Ziel |
|---|---|---|---|
| Hoher Volley | Ball über Netzhöhe | Kurz, nach vorne unten, mehr Druck | Füße, Mitte, Ecke |
| Tiefer Volley | Ball unter Netzhöhe | Knie beugen, Fläche öffnen, ruhig | Tief vor die Rückwand |
| Block-Volley | Harter Ball, wenig Zeit | Kein Ausholen, Schläger fest halten | Zurück ins Feld, tief |
| Stopp-Volley | Gegner steht tief hinten | Tempo herausnehmen, weich treffen | Kurz hinter das Netz |
Der Stopp-Volley ist eine Waffe für Fortgeschrittene. Er funktioniert nur, wenn der Gegner weit hinten steht. Wie du ihn sauber spielst, steht im Beitrag zur Dejada im Padel.
Steh nicht direkt am Netz, sondern etwa zwei bis drei Meter davor. So erreichst du tiefe Volleys und kannst trotzdem auf Lobs reagieren. Bleib in Bewegung, leicht auf den Fußballen. Kommt ein Lob, übernimmt der Überkopfball, meist als Bandeja.
Wichtig ist, dass du mit deinem Partner als Einheit vorne stehst und ihr gemeinsam Druck macht. Steht einer vorne und einer hinten, nützt der beste Volley wenig. Wie ihr als Team ans Netz kommt und es haltet, erklärt Dominic im Beitrag zur Padel Doppel-Taktik.
Der größte Fehler ist zu großes Ausholen. Das kostet Zeit und Kontrolle. Fast genauso häufig sind ein zu weicher Griff und passives Warten.
Boris‘ Fehler der Woche: den Volley gewinnen wollenAuf dem Court sehe ich das ständig: Ein halbhoher Ball kommt, und der Volley wird zum Schmetterball. Ergebnis: Ball im Netz oder über die Rückwand zurück. Spiel den Volley lieber tief in die Ecke oder an die Füße und warte auf den wirklich leichten Ball. Der kommt meistens zwei Schläge später.
Den Volley lernst du durch viele Wiederholungen mit wenig Tempo. Diese drei Übungen bauen aufeinander auf. Mehr Drills für jedes Level findest du in unseren Padel Übungen.
Ihr steht euch beide zwei bis drei Meter vor dem Netz gegenüber und spielt euch den Ball nur volley zu. Langsam und kontrolliert. Ziel: 20 Kontakte ohne Fehler, danach nur Rückhand, dann nur Vorhand.
Dein Partner spielt dir von der Grundlinie Bälle zu. Lege zwei Handtücher in die Ecken vor die Rückwand. Jeder Volley, der im Viertel um ein Handtuch landet, zählt einen Punkt. Wer erreicht zuerst zehn?
Einer steht am Netz, der andere hinten und spielt Grundschläge, Bälle aus der Wand und ab und zu einen Lob. Der Netzspieler antwortet mit Volley oder Bandeja und bleibt vorne. Nach fünf Minuten tauscht ihr.
Boris‘ TippStell dir beim Volley vor, du fängst den Ball mit dem Schläger auf, statt ihn zu schlagen. Klingt komisch, funktioniert aber. Deine Bewegung wird automatisch kürzer und dein Griff bleibt ruhig. Probier es beim nächsten Match einfach aus.
Der Padel Volley ist für mich der wichtigste Schlag nach den Grundschlägen. Einsteiger sollten ihn so früh wie möglich lernen, weil er die Netzposition sichert, und die entscheidet die meisten Ballwechsel. Fortgeschrittene arbeiten an Zielgenauigkeit, Block-Volley und Stopp-Volley. Meine Antwort auf fast jedes Volley-Problem ist dieselbe: kürzer ausholen, vor dem Körper treffen, Schritt nach vorne. Den Rest erledigt die Wiederholung. Wenn du komplett neu bist, starte mit unserem Ratgeber Padel spielen lernen.
Für sichere Volleys brauchst du einen Schläger, der schnell in der Hand liegt und viel verzeiht. Runde Formen mit großem Sweet Spot sind dafür ideal.
Kaum. Der Volley ist eine kurze, blockende Bewegung. Der Schläger bleibt vor dem Körper und wird nur seitlich neben den Körper gebracht, nicht hinter ihn. Großes Ausholen kostet Zeit und Kontrolle. Die Kraft kommt aus einem kleinen Schritt nach vorne und aus dem Tempo des Gegners.
Für viele Spieler ist der Rückhand-Volley stabiler. Die Bewegung ist kompakter, und die freie Hand stützt den Schläger in der Vorbereitung am Hals. Beim Vorhand-Volley neigen viele dazu, zu weit auszuholen. Beide Seiten werden im Kontinentalgriff gespielt, deshalb musst du am Netz nicht umgreifen.
Nein. Der Rückschläger muss den Aufschlag immer einmal im Aufschlagfeld aufspringen lassen, bevor er ihn spielt. Volley nimmt er ihn erst ab dem nächsten Ball. Der Partner des Aufschlägers am Netz darf den Return dagegen sofort volley spielen, und genau das ist im Doppel der Normalfall.
Bewährte Ziele sind die Füße der Gegner, die Mitte zwischen beiden Spielern und die Ecken vor der Rückwand. Hohe Volleys spielst du nach unten mit mehr Druck, tiefe Volleys ruhig und lang. Ein harter Volley ohne Platzierung kommt im Padel oft über die Rückwand zurück ins Spiel.
Der Kontinentalgriff, auch Hammergriff genannt. Du hältst den Schläger, als würdest du einen Hammer greifen, die Schlagfläche steht dabei fast senkrecht. Mit diesem Griff spielst du Vorhand- und Rückhand-Volley sowie Bandeja, ohne umzugreifen. Am Netz ist das entscheidend, weil die Zeit für einen Griffwechsel fehlt.
Ja, sehr. Die Netzposition entscheidet die meisten Ballwechsel, und der Volley ist der Schlag, mit dem du sie hältst. Er gehört deshalb zu den ersten Schlägen, die Einsteiger lernen sollten. Mit langsamen Bällen und kurzen Übungen wie Volley-Volley am Netz sitzt die Grundbewegung meist schnell.
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