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Padel Verletzungen vorbeugen: Die häufigsten Beschwerden
Padel gilt als gelenkschonender als Tennis, trotzdem ist die Sportart nicht verletzungsfrei. Wer Padel Verletzungen vorbeugen möchte, sollte deshalb die typischen Schwachstellen kennen: Ellenbogen, Sprunggelenk, Knie und Schulter zählen zu den häufigsten Problemzonen. Genau diese Beschwerden lassen sich allerdings in den meisten Fällen vermeiden, denn sie entstehen selten zufällig. Dadurch wird Prävention zum wichtigsten Werkzeug für ein langes, gesundes Padel-Leben.
„Die meisten Padel-Verletzungen entstehen nicht durch einen einzelnen Schlag, sondern durch Überlastung, falsche Technik oder fehlende Vorbereitung."
Warum Padel trotzdem Verletzungsrisiken hat
Padel ist zu Recht als einsteigerfreundlich bekannt. Die Belastung fällt geringer aus als beim Tennis, die Schläger sind leichter, der Court ist kleiner. Trotzdem fordern die schnellen Richtungswechsel, Überkopfschläge und abrupten Stoppbewegungen Gelenke, Sehnen und Muskeln deutlich heraus. Außerdem unterschätzen viele Einsteiger genau diese dynamischen Lastspitzen.
Besonders Spieler ohne richtiges Aufwärmen oder mit fehlerhafter Technik berichten häufig über Beschwerden. Dabei zeigt sich ein klares Muster: Wer regelmäßig spielt und gleichzeitig systematisch vorbeugt, bleibt deutlich länger schmerzfrei. Schließlich entscheidet die Vorbereitung oft mehr über die Gesundheit als die Spielintensität selbst.
Die 5 häufigsten Padel Verletzungen und wie du sie vermeidest
Damit du Padel Verletzungen vorbeugen kannst, lohnt sich ein Blick auf die fünf typischen Beschwerden. Jede hat eine klare Ursache und genauso klare Gegenmaßnahmen. Dadurch wird Prävention konkret statt vage.
1
Tennisarm (Epicondylitis)
Sehr häufig
Schmerzen an der Außenseite des Ellenbogens zählen zur mit Abstand häufigsten Beschwerde im Padel. Betroffen sind vor allem Spieler, die den Schläger zu fest greifen oder eine falsche Schlagtechnik nutzen.
Ursachen
Zu fester Griff, falscher Treffpunkt, schwerer Schläger, abgenutzter Grip
Prävention
Overgrip regelmäßig wechseln, locker greifen, Unterarm-Dehnübungen, kontrollorientierten Schläger wählen
2
Sprunggelenk-Verletzung
Sehr häufig
Umknicken bei schnellen Richtungswechseln oder auf rutschigem Belag gehört zu den klassischen Padel-Unfällen. Die Bandbreite reicht dabei von leichten Zerrungen bis zu Bänderrissen, gerade bei fehlendem Schuhwerk.
Ursachen
Falsche Schuhe ohne Seitenhalt, fehlende Aufwärmung, nasser oder rutschiger Belag
Prävention
Padel-Schuhe mit lateraler Stabilität, Sprunggelenk-Stabilitätsübungen, gründliches Aufwärmen
„Ein guter Overgrip kostet 2 Euro, eine Tennisarm-Behandlung mehrere hundert. Die Rechnung ist einfach."
10 Minuten Aufwärmen vor dem Spiel sind deine beste Versicherung gegen Verletzungen.
Die goldene Regel lautet: nie kalt auf den Court. Gerade bei schnellen Richtungswechseln und explosiven Antritten brauchen Muskeln, Sehnen und Gelenke Betriebstemperatur. Dadurch sinkt das Verletzungsrisiko spürbar, denn warme Strukturen reagieren elastischer auf plötzliche Belastung.
Besonders Spieler über 35 profitieren stark vom gezielten Aufwärmen. Die Muskelzerrung gilt schließlich als die häufigste Verletzung, die sich durch einfache Aufwärm-Übungen komplett vermeiden lässt. Außerdem verbessert ein kurzes Warm-up gleichzeitig deine ersten Ballwechsel.
3
Knieschmerzen (Patellasehne)
Häufig
Schmerzen unterhalb der Kniescheibe treten besonders beim Abbremsen und bei tiefen Positionen auf. Typisch sind sie für Spieler, die viel am Netz stehen und häufig in die Knie gehen.
Ursachen
Überlastung durch tiefe Stellung, schwache Oberschenkelmuskulatur, harter Untergrund
Prävention
Kniebeugen und Ausfallschritte ins Padel-Fitness-Training einbauen, Belastung schrittweise steigern, gute Dämpfung im Schuh
4
Schulter-Impingement
Häufig
Schmerzen beim Anheben des Arms über Kopf entstehen oft durch häufige Überkopfschläge wie Bandeja, Vibora und Smash. Betroffen ist dabei fast immer die Schlagarm-Schulter.
Ursachen
Zu viele Überkopfschläge ohne Vorbereitung, schwache Rotatorenmanschette, unzureichendes Aufwärmen
Prävention
Schulter-Mobility vor dem Spiel, Rotatorenmanschette mit dem Theraband stärken, Überkopfschläge technisch sauber ausführen
5
Muskelzerrung (Wade und Oberschenkel)
Häufig
Ein plötzlicher stechender Schmerz im Oberschenkel oder in der Wade zählt zu den klassischen Kaltstart-Verletzungen. Besonders Spieler über 35 trifft es dabei häufig.
Ursachen
Kaltstart ohne Aufwärmung, Übermüdung, unzureichende Flüssigkeitszufuhr
Prävention
10 Minuten dynamisches Aufwärmen, ausreichend trinken, Trainingsbelastung dosieren
80 % aller typischen Padel-Verletzungen lassen sich durch richtiges Aufwärmen, passende Schuhe und saubere Technik vermeiden.
Wichtig: Schmerzen nicht ignorieren Text: Wer trotz Schmerzen weiterspielt, riskiert eine chronische Verletzung. Bei anhaltenden Beschwerden über 2 bis 3 Tage solltest du deshalb unbedingt einen Sportarzt oder Physiotherapeuten aufsuchen. Mehr Hintergrund zur Sportverletzungs-Prävention liefert die Deutsche Gesellschaft für Sportmedizin und Prävention.
Padel Verletzungen vorbeugen mit der richtigen Routine
Prävention funktioniert am besten als feste Gewohnheit, nicht als Ausnahme. Genau deshalb gehört eine kurze Routine vor und nach jedem Spiel zum Pflichtprogramm. Außerdem dauert sie zusammen kaum 15 Minuten und schützt dich gleichzeitig vor wochenlangen Pausen.
Vor dem Spiel
✓
5 bis 10 Minuten lockeres Laufen oder Seilspringen
✓
Dynamisches Dehnen mit Armschwüngen und Beinpendeln
✓
Schulter-Mobility mit Kreisen und Theraband
✓
Kurze Rallyes zum Einspielen
Nach dem Spiel
✓
Statisches Dehnen je 20 bis 30 Sekunden
✓
Faszienrolle für Waden und Oberschenkel
✓
Ausreichend trinken mit Wasser und Elektrolyten
✓
Bei Beschwerden kühlen statt ignorieren
Padel Schuhe mit gutem Seitenhalt und Dämpfung sorgen für deutlich weniger Verletzungsrisiko
Die richtige Ausrüstung hilft beim Padel Verletzungen vorbeugen
Viele Padel Verletzungen lassen sich allein durch passende Ausrüstung vermeiden. Schuhe mit lateraler Stabilität und guter Dämpfung schützen dabei Sprunggelenke und Knie zuverlässig. Außerdem reduziert ein frischer Overgrip die nötige Griffkraft und entlastet dadurch den Ellenbogen spürbar.
Genauso wichtig ist die Wahl des Schlägers selbst. Ein Modell mit ausgewogener Balance, also weder zu kopflastig noch zu schwer, beugt Schulter- und Armproblemen vor. Schließlich hilft auch der richtige Continental Grip dabei, den Ellenbogen sauber zu führen. Wer all das beachtet und sich beim Schlägerkauf an einer guten Padel Schläger Kaufberatung orientiert, hat schon den halben Weg zur Verletzungsfreiheit geschafft.
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Die richtige Ausrüstung für gesundes Padel
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